In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sah sich die Kirche vor zwei große Herausforderungen gestellt: den Sklavenhandel und die Evangelisierung Afrikas. Es waren Zeiten, in denen sich die Christen Europas darum bemühten, die Botschaft des Evangeliums nach Afrika zu bringen.

Maria Theresia Ledóchowska, eine junge Hofdame in Salzburg (Österreich) erkannte diese Herausforderungen. Entflammt von den Worten des großen Apostels von Afrika, Kardinal Lavigérie, der gerade zu dieser Zeit alle, aber besonders die Frauen von Europa, aufrief sich gegen das Übel der Sklaverei einzusetzen, antwortete entschlossen darauf. Sie begann mit der Herausgabe der Zeitschrift Echo aus Afrika und zahlreicher anderer Schriften. Ihr erstes Ziel war von Anfang an, über die Probleme der Missionen in Afrika zu informieren und um jegliche Unterstürzung der Missionare zu werben.

1891 gibt sie ihre Stellung am Hofe auf, um sich ganz in den Dienst der Sklavenbefreiung und Missionen in Afrika zu stellen. Vom Heiligen Geist dazu getrieben verfasste sie dann die Statuten für eine fromme Vereinigung von Laien, die sie „St. Petrus Claver Sodalität“ nannte und die von Papst Leo XIII. am 29. April 1894 approbiert wurde. Während des Lebens der Gründerin breitete sich das Werk im größten Teil der europäischen Länder aus. Es wurden Druckereien errichtet, in denen außer den Zeitschriften und Broschüren für die missionarische Animation auch zahlreiche Bücher in den verschiedenen afrikanischen Sprachen gedruckt wurden. Um ein besseres Bild über die afrikanischen Missionen zu geben, wurden ethnographische Museen eingerichtet. Außerdem wurden verschiedene Initiativen unternommen, um die missionarische Mitarbeit zu wecken, wie z.B. der Messbund, das Antoniusbrot, Gebetskreuzzüge, der Vertrieb von afrikanischen Produkten, Wohltätigkeitsfeste, Theateraufführungen usw.

Aufgezehrt von der Arbeit zu Gunsten der Missionen verstarb die Gründerin am 6. Juli 1922 im Generalatshaus in Rom. Nach ihrem Tode breitete sich die Kongregation in allen Kontinenten aus: 1928 in Nord- und Südamerika, 1929 in Australien, 1955 in Afrika und 1972 in Asien (Indien).

Heute arbeiten die Schwestern in allen fünf Kontinenten und leben in kleinen internationalen Gemeinschaften. Unsere Aufgabe liegt nunmehr nicht nur in Afrika sondern zugleich in anderen Kontinenten.
Auch heute leidet die Welt noch immer unter der Last der Sklaverei. Der Sklavenhandel blüht heute unter anderen Namen und Formen. Das Werk, das Maria Theresia Ledochowska begonnen hat geht weiter.

 

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